Während meines Sozialeinsatzes in der Stiftung kam eines Morgens eine Mutter ganz aufgebracht ins Büro der Sozialarbeitenden: Ihr Häuschen sei verbrannt! Ihr Sohn habe etwas gekocht und plötzlich sei die Gasflasche explodiert und das ganze Zimmer, nur aus Holz gebaut, habe Feuer gefangen. Alles ist verbrannt: Möbel, Kleider, Schulsachen, Dokumente. Der Familie blieben nur die Kleider, die sie auf dem Leibe trugen.

Ich fuhr mit meinem Kollegen hin und konnte mich selbst vom Unglück überzeugen: Alles war abgebrannt. Zum Glück ist immerhin weder der Mutter noch ihren fünf Kindern etwas passiert!

Während in der Schweiz in solchen Fällen eine Versicherung zum Tragen kommt, ist dies in Bolivien nicht der Fall. Wenn überhaupt, dann leistet sich nur die Oberschicht eine Versicherung.

Die Stiftung Niño Feliz hat für solche Fälle einen Sozialhilfefonds. Daraus und mit Hilfe einer Spende aus der Schweiz wurde der Familie schnell Material für ein neues Häuschen gekauft und mit Hilfe der Nachbarn stand das Häuschen innert kurzer Zeit. Auch ein paar Möbel und neue Kleider bekam die Familie aus dem Sozialhilfefonds.

Geschrieben von Kathrin Büschi

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